Burnout bei Mamas – So beugt ihr der Stress-Krise vor

Burnout bei Mama | © panthermedia.net / photographee.eu

Auf Müttern lastet ein enormer Druck. Nach der Geburt des Kindes sollen sie so schnell wie möglich wieder in den Job einsteigen um ihre Karriere voranzutreiben. Gleichzeitig müssen sie Kinder und Haushalt unter einen Hut bekommen, denn auch wenn Männer im Haushalt deutlich fleißiger mithelfen, als es noch vor 20-30 Jahren der Fall war, sind die Frauen doch für das meiste zuständig. Mama-Burnout ist ein Begriff, den man in letzter Zeit häufiger lesen und hören konnte. Ist Mama-Burnout eine Erfindung von gestressten Müttern, die mehr Anerkennung für ihre Tätigkeiten wollen, welche Symptome bringt das mütterliche Burnout mit sich und wie können Mamas vermeiden, dass ihnen der ganze Stress über den Kopf hinaus wächst?

Das Bewusstsein für die Volkskrankheit Burnout wird immer stärker. Bis vor einigen Jahren wurde das Stresssyndrom nicht einmal als offizielle Krankheit angesehen. Vom Mama-Burnout ganz zu schweigen. Das kommt doch höchstens bei überarbeiteten Managern vor, oder?

Burnout bei Mamas

Muetter haben immer viel zu tun | © panthermedia.net / Lighthunter

Muetter haben immer viel zu tun | © panthermedia.net / Lighthunter

Burnout kannte man bisher nur von hochbezahlten Managern und überarbeiteten Büroangestellten. Dass auch Mütter unter Dauerstress leiden, davon wollte man lange nichts wissen. Schließlich haben Mamas ihre Mutterschaft zu genießen und hatten ganz lange kein Recht sich zu beschweren. Anstelle eines vollgepackten 10-12 Stunden-Tages, wie das bei Managern vorkommen kann, haben Mütter einen 24 Stunden-Tag, jeden Tag, jede Woche und das für viele Jahre. Ausnahmen gibt es immer, aber auch heutzutage sind es noch die Frauen, die die größte Verantwortung für die Kinder tragen. Wecken, Anziehen, Füttern, Kindergarten, Haushalt, Kochen, Einkaufen, Putzen, Spielen. All diese Dinge werden von den Frauen wie selbstverständlich erwartet und nebenbei sollen sie auch noch ihren Bürojob, o.ä. Ausführen. Anerkennung dafür? Nicht im Geringsten!

Eine Erfindung aus der Neuzeit?

Sind es nur die modernen Mamas, die die mütterlichen Pflichten nicht „auf die Reihe bekommen“? Jein. Auch wenn die Frauen früher immer mindestens 4-7 Kinder hatten, um die sie sich kümmern mussten, war die Zeit doch eine ganz andere. Haushaltshilfen und Kindermädchen waren vollkommen normal und die Ansprüche an die Mütter geringer. Keiner hat von ihnen erwartet, ihre Kinder ausschließlich mit überteuertem Luxusessen aus dem Biomarkt zu füttern oder sie ausschließlich mit pädagogische wertvollem Spielzeug zu beschäftigen. Noch nie war der Druck auf Mütter so groß, noch nie wurden sie mit einem solch kritischen Auge betrachtet wie heute. Hinzu kommt, dass von Müttern nicht nur erwartet wird, Vollzeit für die Kinder da zu sein, sondern auch noch im Job weiterzukommen und dem Mann eine gute Partnerin zu sein. Wer das alles ohne Probleme unter einen Hut bekommt, ist schon fast wie Superwoman.

Symptome des Mama-Burnouts

Mama-Burnout kann jede Mutter treffen, wird aber häufig nicht als das anerkannt was es ist: Nämlich eine Krankheit, die mit ernsten Symptomen einhergeht. Ständige Müdigkeit, ein lähmendes Erschöpfungsgefühl, Kopfschmerzen und Migräne, Magenschmerzen, Schweißausbrüche und sogar Herzprobleme können die Folge des Burnout-Syndroms sein. Fast am schlimmsten ist aber die Depression, mit der man das Gefühl hat, in ein tiefes schwarzes Loch zu fallen und nie wieder froh zu werden. Natürlich sind die Formen des Mama-Burnouts unterschiedlich stark ausgeprägt und bei jedem treten die Symptome ein wenig anders auf. Wenn man sich aber nicht mal mehr am Lachen des eigenen Kindes erfreuen kann, ist es Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Tut man das nämlich nicht, so können die Symptome in ein schlimmes Suchtverhalten und im schlimmsten Fall sogar zu Selbstmordgedanken führen. Burnout MUSS ernst genommen werden, bei Mamas genau so wie bei Managern.

Dem Burnout vorbeugen: Mehr Anerkennung für Mütter

Vollzeit-Mama zu sein ist ein ebenso vollwertiger Job wie Manager einer großen Firma zu sein. Die Frauen managen die ganze Familie, sorgen für ein angenehmes Leben der Kinder und des Partners und bekommen dafür weder Geld noch Anerkennung. Wie selbstverständlich wird das alles von ihnen erwartet. Hilft der Mann hingegen mal im Haushalt, zieht die Kinder an, bringt sie zum Arzt, etc. wird er gleich mit Lob überschüttet und uns wird zu so einem tollen Mann gratuliert. Das sich die Mamas dabei wirklich (verzeiht) verarscht vorkommen, dürfte keinen wundern. „Was ist denn mit dem was ich jeden Tag leiste? Ist das etwa nichts wert?“. Wenn sie stundenlang gekocht haben, wird das vom Nachwuchs manchmal nur mit „Bäh!“ abgetan, wenn sie stundenlang aufgeräumt und geputzt haben (nachdem wir auch noch im Büro arbeiten waren), wird es innerhalb der nächsten halben Stunden wieder wie zuvor aussehen und kommt der Partner nach Hause, muss er sich erst einmal vom anstrengenden Tag erholen, anstatt ihr zu helfen.

Mamas dürfen nicht vergessen, dass sie trotz der Mutter- und Partnerschaft noch immer individuelle Menschen sind, die auch mal ein bisschen Zeit für sich brauchen. Sprecht mit eurem Partner über euren Zustand und euer Befinden. Nimmt er euch dann etwas Arbeit ab, wird er erst einmal sehen, wie schwer ihr es eigentlich habt. Me-Time zu finden ist mit kleinen Kinder schwer, das wissen wir. Dafür gibt es Mutter-Kind-Kuren, die euch aus dem stressigen Alltag herausholen werden. Schämt euch zudem nicht, euch eine Haushaltshilfe zu organisieren oder einen Babysitter in Anspruch zu nehmen, auch wenn ihr zuhause seid. Wer euch dafür verurteilen will, hat selber keine Kinder, steckt nicht in eurer Haut und hat somit auch kein Recht über euch zu urteilen.

Fazit

Mehr Anerkennung fuer Muetter | © panthermedia.net / LightField Studios

Mehr Anerkennung fuer Muetter | © panthermedia.net / LightField Studios

Mama-Burnout ist real und entwickelte sich in den letzten Jahren wirklich zu einem großen Problem. Mütter können mit ihren Pflichten manchmal echt überfordert sein und versuchen trotzdem immer, sie bestmöglich auszuführen. Bevor die Symptome Überhand ergreifen und euch langfristigen Schaden zufügen, solltet ihr zum Arzt gehen und euch helfen lassen. Kuren extra für Mütter, ob mit Kind oder ohne, Gespräche mit einem Therapeuten und Haushaltshilfen werden euch neben der Unterstützung eurer Lieben eine große Hilfe sein!

Burnout bei Mamas – So beugt ihr der Stress-Krise vor
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