Cannabis-Therapie für schwerkranke Kinder? – Wirkung und Erfahrungen

Erkranktes Kind | © panthermedia.net /_ella_
Erkranktes Kind | © panthermedia.net /_ella_

Das Thema Cannabis und Kinder geht in den Köpfen vieler Eltern erstmal nicht wirklich zusammen. Schließlich gilt Cannabis als Einstiegsdroge. Gerade bei Jugendlichen ist der Konsum von Cannabis verhältnismäßig beliebt, obwohl er illegal ist. In einigen Fällen wird Cannabis in Form von Öl allerdings auch dazu verwendet, schwere Krankheiten und deren Symptome zu lindern. Doch wie sicher ist die Methode und ist die Verwendung von Cannabis-Öl überhaupt erlaubt?

Für manche Kinder ist Cannabis die letzte Hoffnung

Wen ein Familienmitglied schwer erkrankt, ist dies immer ein herber Schicksalsschlag. Wenn es sich bei dem Erkrankten dann auch noch um das eigene Kind handelt, ist die Situation umso schlimmer. Auch wenn die Krankheit therapiert wird, bedeutet dies nicht unbedingt, dass Medikamente und Co. auch wirklich anschlagen. Es gibt immer wieder Fälle, in denen schon die verschiedensten Methoden, Therapien und Medikamente ausprobiert wurden, ohne dass es dem Nachwuchs auch nur ein Stück besser ging. Manche Eltern, deren Kinder an Krebs, Multiple Sklerose oder Epilepsie erkrankt sind, sehen als letzten Ausweg eine Cannabis-Therapie, die angeblich in manchen Fällen helfen soll. Wir haben hier für euch die wichtigsten Infos in Bezug auf die Rechtslage, die Wirkung und bisherige Erfolge einer Cannabis-Therapie zusammengestellt.

Ist Cannabis-Öl legal?

Cannabis wird den erkrankten Kindern nicht etwa zum Rauchen gegeben, sondern in Form von Öl verabreicht. Cannabis-Öl ist nicht gleichzusetzen mit der Droge Cannabis. Bei der Variante, die als Mittel zur Bekämpfung bestimmter Krankheiten bei Kindern und auch bei Erwachsenen eingesetzt wird, handelt es sich um CBD-Öl. Dieses Öl enthält fast kein THC, welcher der Stoff ist, der dafür sorgt, dass man in einen Rausch-Zustand verfällt, wenn man Cannabis konsumiert, wie ihr auch auf cannabis-oel.net nachlesen könnt. Aus diesem Grund wirkt CBD-Öl auch nicht psychoaktiv und gilt entsprechend nicht als Droge, sondern wird als Ernährungszusatz deklariert. Daher ist das Öl in vielen Ländern legal.

Die Wirkung von Cannabis-Öl

CBD-Öl ist dafür bekannt, dass es entspannend und entzündungshemmend wirkt. Diese Wirkung wird dadurch hervorgerufen, dass der Körper bestimmte Rezeptoren aufweist, die CBD aufnehmen können. Aus diesem Grund wird Cannabis-Öl zum Teil auch dafür verwendet, Epilepsie zu therapieren und die Anzahl der Anfälle zu verringern. Zwar sind mögliche Nebenwirkungen noch nicht wirklich erforscht, allerdings stellten einige Eltern fest, dass manche starken Medikamente ebenfalls schlimme Nebenwirkungen hatten und es bei der Anwendung von Cannabis-Öl in bestimmten Fällen deutlich weniger Nebenwirkungen gab. In der Regel wird bei einer Cannabis-Therapie das CBD-Öl dem Patienten tröpfchenweise in den Mund geträufelt.


Auf stern.de erfahrt ihr, welche Möglichkeiten medizinisches Cannabis bietet und wobei es nicht helfen kann.


Gab es bereits Erfolge?

Zunächst sollte man erwähnen, dass es bisher keine Studien dazu gibt, ob die Verwendung von Cannabis-Öl bei schwerkranken Kindern oder bei Erwachsenen wirklich zu positiven Ergebnissen und einer Besserung des Gesundheitszustands führt, wie auch faz.net berichtet. Aus diesem Grund ist das Öl, obwohl es im Prinzip legal ist, nicht als Medikament zugelassen, sondern gilt als Ernährungszusatz. Trotzdem gibt es einige Fälle, in denen Kinder mit Cannabis-Öl behandelt wurden und dann auch tatsächlich Erfolge zu verzeichnen waren. Sowohl Patienten und Angehörige, als auch Ärzte berichten von Verbesserungen des Zustands der Patienten.

So kann in manchen Fällen beispielsweise die Anzahl der Anfälle bei Epileptikern verringert werden. Dies heißt zwar nicht, dass der Patient vollständig geheilt ist, dafür gewinnen aber gerade die kleinen Patienten deutlich an Lebensqualität und können zum Teil auch wieder ein halbwegs normales Leben führen und ihre Kindheit genießen. Doch auch, wenn es bereits erfolgreiche Therapien gab, ist nicht gewährleistet, dass das Cannabis-Öl auch bei jedem Kind anschlägt.

Fazit zur Cannabis-Therapie bei Kindern

Cannabis-Öl | © panthermedia.net /spline_x
Cannabis-Öl | © panthermedia.net /spline_x

Die Cannabis-Therapie ist nicht unbedingt eine der gängigsten Methoden, um schwerkranke Kinder zu behandeln.Dies liegt vor allem daran, dass die Methode bislang noch nicht so gut erforscht wurde. Solltet ihr ein an Krebs, Multiple Sklerose oder Epilepsie erkranktes Kind haben, ist es ratsam nicht einfach herumzuprobieren, sondern euch die Meinung eines Experten einzuholen. Immerhin gibt es auch viele andere Möglichkeiten, die bei eurem Kind möglicherweise sogar besser anschlagen. Eine Cannabis-Therapie ziehen viele erst in Erwägung, wenn sie schon nahezu alles andere ausprobiert haben und nichts helfen konnte. Cannabis-Öl bleibt also eine Möglichkeit Krebs, Multiple Sklerose und Epilepsie zu behandeln, ist aber eben auch keine Variante mit hundertprozentiger Erfolgsquote, auch wenn es bereits positive Ergebnisse bei manchen Patienten gab.

Cannabis-Therapie für schwerkranke Kinder? – Wirkung und Erfahrungen
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