Finanzplanung für Familien – gut abgesichert in die Zukunft

Finanzplanung fur die Familie | © panthermedia.net / Jürgen Fälchle

Wenn der gewünschte Nachwuchs sich ankündigt, sind die zukünftigen Eltern überglücklich und freuen sich auf ihr Baby. Doch Elternglück hat auch seinen Preis – mit der Gründung einer Familie kommen Kosten auf das Paar zu, welche es bisher noch nicht kannte. Nicht nur die Erstausstattung eines Kindes kostet eine Menge Geld – bis zur Volljährigkeit haben Familien eine zusätzliche Belastung im sechsstelligen Bereich, wohlgemerkt, pro Kind. Deshalb ist es für Familien besonders wichtig, sich rechtzeitig um eine solide Finanzplanung zu kümmern, die auch Krisenzeiten standhalten kann.

Bis zur Volljährigkeit kostet ein Kind ein viel Geld

Bis ein Kind das elterliche Haus verlässt, kostet ein Kind ein richtiges Vermögen. Laut dem statistischen Bundesamt soll ein Kind spätestens ab einem Alter von 12 Jahren bis zur Volljährigkeit ungefähr 8500 Euro pro Jahr kosten, unter 12 Jahren liegen die Kosten ungefähr zwischen 6000 und 7000 Euro pro Jahr. Rechnet man diese Zahlen zusammen, kommt man auf eine Summer von ca. 130.000 Euro – und das nur bis zum 18. Geburtstag.

Die Kosten für die Ausbildung des Kindes sind hier noch nicht enthalten. Bis zum Abschluss eines kompletten Studiums kann hier locker noch einmal 100.000 Euro dazugerechnet werden. Alleine diese Summen zeigen, wie viel Geld eine Familie im Laufe der Jahre braucht – und wie wichtig es ist, mit einer guten Planung die finanzielle Sicherheit der Familie zu gewährleisten, um nicht in finanzielle Notlagen zu geraten.

Denn gerade in der heutigen Zeit ist es keine Seltenheit mehr, dass Familien auch in schwierige Lagen geraten, in denen die finanziellen Mittel einfach nicht mehr ausreichen. Genau dafür gilt es vorzubeugen und zu wissen, welche Mittel und Möglichkeiten es gibt.

Finanzplanung für Familien – aber bitte realistisch!

Haushaltsbuch - alle Einnahmen und Ausgaben der Familie im Blick | © panthermedia.net / DragonImages

Haushaltsbuch – alle Einnahmen und Ausgaben der Familie im Blick | © panthermedia.net / DragonImages

Eine gute und solide Finanzplanung bedeutet vor allem eins: Man muss sich ausreichend mit den eigenen wirtschaftlichen Verhältnisse auseinandersetzen und realistische Ziele und Pläne setzen. Gerade wenn Familien merken, dass es langsam mit dem Familienbudget eng werden könnte, sollten sie spätestens an der Stelle anfangen, ein Haushaltsbuch zu führen und die Finanzen zu planen.

Erst Kassensturz, dann planen
Der erste Schritt dazu ist erstmal ein kompletter Kassensturz, in der die Fakten wie das Familieneinkommen und die Ausgaben ganz klar auf den Tisch kommen. Nur so kann festgestellt werden, ob eine Familie schon über ihre Verhältnisse lebt oder ob es eventuell Möglichkeiten von Sparpotenzial gibt. Nach der Bestandsaufnahme, in der tatsächlich schonungslos alle Ausgaben festgehalten werden, kann es an die Planung gehen.

Hier geht es auch um die Zukunft: Sollen zum Beispiel Rücklagen gebildet werden für die Ausbildung der Kinder? Für die eigene Altersvorsorge? Oder für unvorhergesehene Anschaffungen wie den Ersatz technischer Geräte, die plötzlich kaputt gegangen sind und wichtig für ein funktionierendes Familienleben sind (z. B. Waschmaschine, Herd, Heizung im Eigenheim).

Rücklagen lassen sich natürlich nur dann bilden, wenn das regelmäßige Einkommen höher ist, als die fixen Ausgaben. Sollte nicht so viel übrig bleiben, gibt es logischerweise auch nicht viel Sparpotenzial. Dennoch sollte auch hier berücksichtigt werden, wie mit Krisenzeiten umgegangen wird und welche Möglichkeiten es gibt.

Auch Anschaffungen oder größere Kosten, die in der Zukunft liegen, sollten hier mit eingeschlossen werden. Das können zum Beispiel Auslandsaufenthalte der Kinder sein, die notwendig für einen guten Schulabschluss sind oder auch Feste und Feierlichkeiten wie Taufe, Konfirmation und Kommunion sein.

Sonderausgaben für Anschaffungen und Anlässe

Es gibt viele Anlässe, die eine höhere Summe Geld erfordern, die nicht jede Familie einfach mal eben so übrig hat. Sollte das Einkommen allerdings genug Spielraum für Sparpotenzial haben, kann in manchen Situationen auch über die Aufnahme eines Kredites nachgedacht werden. Wichtig ist aber an dieser Stelle zu sagen, dass ein Kredit nicht aufgenommen werden sollte, um finanzielle Löcher zu stopfen, sondern ausschließlich dann, wenn die Rückzahlung auch gewährleistet wird.

Infografik: Wofuer die Deutschen am haeufigsten einen

Infografik: Wofuer die Deutschen am haeufigsten einen Kredit aufnehmen

Quelle: www.guenstigerkreditvergleich.com

Aus diesem Grund ist es auch besonders wichtig, dass die Raten in der Höhe sind, wie sie auch wirklich zurückgezahlt werden können, damit man als Familie nicht in die Schuldenfalle tappt. Denn wie man in der obenstehenden Infografik sehen kann, werden in Deutschland auch gerne Kredite zum Zwecke einer Umschuldung oder Erhöhung der Liquidität aufgenommen – besser ist es aber, es gar nicht so weit kommen zu lassen. Dann spricht auch nichts dagegen, einen Kredit für spezielle Anschaffungen oder Anlässe aufzunehmen.

Fazit

Statistik: Wofür hätten Sie gerne mehr Geld in der Haushaltskasse? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Ein Kassensturz und die anschließende Bestandsaufnahme der Einahmen und Ausgaben einer Familie ist unerlässlich, um zuverlässig die Finanzen planen zu können. Besonders für die Zukunft, Vorsorge der Eltern und Kinder, Ausbildung und Weiterbildung der Kinder, unverhoffte Reparaturen und spezielle Anlässe ist es für eine Familie wichtig, auf alle wirtschaftlichen Eventualitäten vorbereitet zu sein und auch für Krisenzeiten einen Notfallplan in der Tasche zu haben.

Im Idealfall sollte jede Familie schon mit dem ersten Kind anfangen, ein Haushaltsbuch zu führen, damit sie das Budget und die Kosten immer im Blick hat – denn gerade am Anfang ist es noch viel einfacher und übersichtlicher werden. Als Faustregel kann man sich hier merken: Je umfangreicher und unübersichtlicher die wirtschaftlichen Verhältnisse werden, desto schwieriger ist es auch vernünftig und realistisch zu planen.


Weiterführende Informationen:

Als Familie Geld sparen – die besten Tipps (Scoyo)

Haushaltsbuch: Die Familienbilanz fest im Griff (Eltern)


Quellenangaben:

Kinder kosten ein Vermögen (F.A.Z.)

Konsumausgaben von Familien für Kinder (Statistisches Bundesamt)


 

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