Heuschnupfen bei Kindern – Ursachen, Symptome und mögliche Behandlung bei Heuschnupfen

Heuschnupfen | © panthermedia.net /Arne Trautmann
Heuschnupfen | © panthermedia.net /Arne Trautmann

Besonders im Frühjahr ist es wieder soweit – viele Kinder leiden unter juckenden und roten Augen, einer laufenden Nase und Niesattacken. In Deutschland ist fast jedes 11. Kind davon betroffen und die Zahlen steigen jährlich. Viele Kinder gehen in dieser Zeit so wenig wie möglich vor die Tür um den Kontakt mit den Pollen so gering wie möglich zu halten. Um den Kindern diese Zeit erträglich zu machen, gibt es einige gute Mittel und Behandlungsmöglichkeiten.

Was ist Heuschnupfen?

Kind leidet unter Heuschnupfen | © panthermedia.net /Anja Gehl
Kind leidet unter Heuschnupfen | © panthermedia.net /Anja Gehl

Heuschnupfen ist eine Allergie, die schon durch die geringsten Mengen von Pflanzenpollen ausgelöst wird. Daher tritt diese Allergie meist nur zu bestimmten Jahreszeiten auf. Bei den betroffenen Kindern kommt es zu häufigem Niesen, einer laufenden Nasen und auch zu einer erschwerten Nasenatmung. Auch rote, juckende und tränende Augen sind typische Symptome des Heuschnupfens. Oftmals gibt es in der Familie des Kindes mindestens ein Elternteil, dass ebenfalls an einer Allergie erkrankt ist. Kommen die Kinder schon sehr früh in Kontakt mit Tieren oder gehen in eine Kindertagesstätte, sinkt das Allergierisiko.

Dies ist wahrscheinlich auf den Kontakt mit harmlosen Mikroorganismen zurückzuführen. Statistiken zeigen, dass Jungen öfter betroffen sind als Mädchen. Während bei den 3- bis 6-Jährigen nur circa 5 Prozent betroffen sind, bei den 7- bis 10- Jährigem 10,5%, sind es bei den 14- bis 17-Jährigen schon 18,4%. Das Risiko dieser Allergie steigt also mit zunehmendem Alter.

Was sind die Ursachen?

Mutter kümmert sich um das Kind | © panthermedia.net /Hannes Eichinger
Mutter kümmert sich um das Kind | © panthermedia.net /Hannes Eichinger

Durch eine Überempfindlichkeit des Immunsystems wird eine Entzündung der Nasenschleimhaut ausgelöst, wenn diese mit den Pollen, der Bäume, Blüten und Gräser in Kontakt kommt. Der Körper nimmt diese Stoffe als Feinde wahr und möchte sie bekämpfen. Der erstmalige Kontakt eines Betroffenen mit den Pollen führt dazu, dass die Abwehrzellen, die sogenannten Lymphozyten, eine bestimmte Art von Abwehrstoffen produzieren. Diese werden als IgE-Antikörper bezeichnet.

Kommt es daraufhin zu einem erneuten Kontakt mit den Allergenen, wird eine große Menge von Entzündungsstoffen von diesen Antikörpern freigesetzt. Infolgedessen schwillt die Nasenschleimhaut an und es kommt zu einer erhöhten Flüssigkeitsbildung sowie Niesanfällen. Häufig kommt es auch zu einer Reaktion der Bindehaut und die Augen werden rot, tränen und jucken.

Welche Symptome treten auf?

Mutter hält das Taschentuch | © panthermedia.net /ilona75
Mutter hält das Taschentuch | © panthermedia.net /ilona75

Die Betroffenen müssen bei Kontakt mit den Pollen sehr häufig Niesen. Das Atmen wird schwerer, da die Nasenschleimhaut anschwillt. Weiterhin kommt es zu einem Fließschnupfen oder zu einer verstopften Nase. Häufig löst das Nasensekret ein Ekzem rund um den Naseneingang aus. Im Bereich der Augen kommt es zu Rötungen, Juckreiz und Tränen. Auch das anschwellen der Augenlider ist ein häufiges Symptom. Die Allergie-Kinder fühlen sich müde und geschwächt und leiden nicht selten unter Kopfschmerzen.

Heuschnupfen kann auch dazu führen, dass asthmatische Beschwerden, Neurodermitis oder Lebensmittelallergien bei den Kleinen auftreten. All diese Beschwerden treten meist am Anfang des Jahres oder mit dem Beginn des Frühjahrs auf. Sobald de allergieauslösende Pflanze blüht, beginnen die Symptome und sie klingen ab, wenn die Blütezeit endet.

Wie wird Heuschnupfen behandelt?

Kind bei dem Arzt | © panthermedia.net /Monkeybusiness Images
Kind bei dem Arzt | © panthermedia.net /Monkeybusiness Images

Häufig helfen Medikamente sehr gut um die Symptome zu lindern. Durch die Einnahme von Antihistaminikas wird die allergische Reaktion gehemmt. Bei leichteren Beschwerden hilft oftmals schon das Benutzen eines Nasenspray oder Augentropfen. Bei stärkeren Beschwerden gibt es Tropfen, Tabletten oder Säfte. Leider verursachen diese häufig Müdigkeit und eine verminderte Leistungsfähigkeit. Kinder sollten diese Medikamente aus diesem Grund eher am Abend einnehmen. Wichtig ist es, dass man bei der Einnahme zwischen den beiden Mitteln die Unterschiede kennt. Sprays und Tropfen werden nur bei Bedarf verwendet.

Tropfen, Tabletten und Säfte hingegen müssen nach Anweisung des Arztes eingenommen werden. Außerdem sollten Nasensprays nicht länger als 1 Woche in Benutzung sein. In schweren Fällen empfiehlt sich eine Hyposensibilisierung durchführen zu lassen. Bei dieser Therapie wird dem Betroffenen über einen längeren Zeitraum regelmäßig das Allergen injiziert. Bei jeder Injektion ist das Allergen in einer minimal höheren Dosis im Serum vorhanden. Das Ziel dieser Behandlung ist es, dass der Körper das Allergen mit der Zeit toleriert.

Fazit zum Heuschnupfen bei Kindern

Eine Heilung gibt es bei Allergien eher selten. Daher ist es wichtig, dass die Kinder so wenig Beschwerden wie möglich haben. Daher sollten die Eltern versuchen, die allergieauslösenden Stoffe vor ihren Kindern fern bzw. so gering wie möglich zu halten.

Heuschnupfen bei Kindern – Ursachen, Symptome und mögliche Behandlung bei Heuschnupfen
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