Hilfe, mein Baby verträgt keine Milch – Laktoseintoleranz oder Kuhmilchallergie?

Milch genießen koennen | © panthermedia.net / _ella_
Milch genießen koennen | © panthermedia.net / _ella_

Besonders frisch gebackene und junge Eltern sind am Anfang überfordert, was sie ihrem Baby zu essen geben sollen. Nach der Stillzeit gewöhnt sich das Baby langsam an Babybrei, aber auch an feste Nahrung. Manche Kinder vertragen einige Inhaltsstoffe nicht und reagieren mit heftigen Symptomen, die viele Eltern nicht zu deuten wissen, da die Unverträglichkeit nicht nur klassischerweise mit Durchfall und aufgeblähtem Bäuchlein einhergeht, sondern auch mit juckender Haut und Rötungen oder Husten und einer laufenden Nase. Die Anzeichen einer leichtem Erkältung können also auch auf das eigentliche Problem – die Lebensmittelallergie – hinweisen. Im Folgenden zeigen wir euch, wie ihr die Symptome eures Kindes richtig deuten könnt und wo der Unterschied zwischen einer Laktoseintoleranz und einer Kuhmilchallergie liegt.

Die Laktoseintoleranz kann man bei Kindern schnell erkennen: Unwohlsein, Bauchschmerzen, Durchfall und ein aufgeblähter Bauch und das kurz nach dem Konsum von Milchprodukten. Hier ist der Fall klar. Anders verhält es sich bei der Kuhmilchallergie. Die Symptome sind vielseitig und schwer zuzuordnen. Auf der verlinkten Fachseite findet ihr eine genau Auflistung der Symptome bei einer Kuhmilchallergie und was ihr im Fall des Verdachts auf eine solche tun könnt.

Laktoseintoleranz

Bei Symptomen sofort zum Arzt | © panthermedia.net / philipimage
Bei Symptomen sofort zum Arzt | © panthermedia.net / philipimage

Die Diagnose Laktoseintoleranz ist in Deutschland weit verbreitet. Viele Kinder haben damit zu kämpfen, werden so aber schon von Geburt an auf ein laktosefreies Leben trainiert. Die Laktoseintoleranz ist eine Milchzuckerunverträglichkeit. Sie kann nicht durch bestimmte Maßnahmen vorgebeugt werden, da sie angeboren ist. Magen-Darm-Beschwerden sind die häufigsten Symptome bei einer Laktoseintoleranz. Eine Laktoseintoleranz hat man – im Gegensatz zur Kuhmilchallergie – sein Leben lang, muss also immer auf laktosefreie Nahrungsmittel zurückgreifen. Es gibt allerdings auch nur leichten Formen der Laktoseintoleranz, bei der nicht komplett auf Laktose verzichtet, sondern nur auf Produkte mit niedrigem Laktosegehalt zurückgegriffen werden muss. Auch das Kochen ohne Milchprodukte ist einfacher als man denkt. Auf der verlinkten Seite findet ihr einige leckere Rezepte und Alternativen, die ihr anstelle von Milchprodukten verwenden könnt,

Bei der Laktoseintoleranz kann das Kind den Milchzucker nicht verdauen, da das Enzym Laktat – was dafür von Nöten wäre – nicht oder nur in unzulänglichen Mengen gebildet wird. Geheilt werden kann eine Laktoseunverträglichkeit nicht, eine kuhmilchfreie Diät ist (fast) die einzige Lösung. Inzwischen gibt es aber sogenannte „Laktostops“, mit denen es auch laktoseintoleranten Personen möglich ist, Kuhmilchprodukte – ohne Beschwerden – zu sich zu nehmen, für Kinder eigenen sich diese Tabletten jedoch noch nicht.

Kuhmilchallergie

Auf keinen Fall zu frueh Kuhmilch geben | © panthermedia.net / Graham Oliver
Auf keinen Fall zu frueh Kuhmilch geben | © panthermedia.net / Graham Oliver

Eine Kuhmilchallergie ist eine Milcheiweißallergie, die deutlich seltener vorkommt als die Laktoseintoleranz. Eine Milcheiweißallergie ist jedoch nicht angeboren. Sie tritt hauptsächlich bei Säuglingen auf, die zu früh in Kontakt mit Kuhmilch gekommen sind. Auch zu frühe Beikostgabe kann eine Grund für die Entstehung einer Milcheiweißallergie sein. Die genauen Ursachen konnten bisher jedoch noch nicht geklärt werden. Während sich die Symptome einer Laktoseintoleranz eher auf den Magen-Darm-Trakt beschränken, hat die Milcheiweißallergie Auswirkungen auf den ganzen Körper. Über die Hälfte der Babys erbricht sich nach dem Essen, hat Durchfall oder Verstopfung und Bauchschmerzen. Eines der seltener auftretenden, aber doch möglichen Symptome betrifft die Atemwegen: Husten, eine laufende Nase und Schwierigkeiten beim Atmen betreffen ca. 1/3 der betroffenen Babys. Am häufigsten tritt die Milcheiweißallergie auf der Haut zutage: Schwellungen, trockene, gerötete und juckende Haut können ein Anzeichen für eine Kuhmilchallergie sein. Nach einer langfristigen kuhmilchfreien Diät ist die Chance groß, dass sich die Allergie bis zum Grundschulalter gelegt hat.

Fazit

Laktoseintoleranz und Kuhmilchallergie sind gar nicht so leicht auseinander zu halten, haben verschiedene Ursachen, zeigen sich durch unterschiedliche Symptome, werden aber beide ganz ähnlich behandelt: Eine kuhmilchfreie Diät ist angesagt. Wer auf lange Zeit auf die Kuhmilch verzichtet, der kann die Milcheiweißallergie loswerden und lernen mit der Laktoseintoleranz zu leben. Bei Kuhmilchallergie könnt ihr auf spezielle Lebensmittel zurückgreifen, die euch auf der verlinkten Seite vorgestellt werden. So ist euer Baby im Nu wieder froh und gesund!

Hilfe, mein Baby verträgt keine Milch – Laktoseintoleranz oder Kuhmilchallergie?
Artikel bewerten


-Anzeige-