It’s Teatime!? – Welche Teesorten sind für Babys geeignet?

Tee für den Nachwuchs | © panthermedia.net /didesign
Tee für den Nachwuchs | © panthermedia.net /didesign

Früchtetee, Roiboos, Grüntee – es gibt viele verschiedene Teesorten, die nicht nur lecker schmecken, sondern oft auch eine bestimmte Wirkungen haben und beispielsweise beruhigend auf den Konsumenten wirken. Ebenso wie für Erwachsene kann Tee für Babys und Kleinkinder ein gesunder Durstlöscher sein. Zudem sorgt das Heißgetränk stets für etwas Abwechslung bei den Kleinen. Allerdings ist Tee nicht unbedingt für jedes Alter geeignet und auch nicht jede Teesorte ist gesund für den Nachwuchs.

Die Geschichte des Tees

Heute ist Tee das am häufigsten konsumierte Getränk nach Wasser. Zahlreiche Legenden erzählen von der Entdeckung des Tees und wie er zu einem weltweit so beliebten Getränk werden konnte. Seine Ursprünge befinden sich in China, dem „Reich der Mitte“. Zwischen 618 und 907 nach Christus wurde der Tee dann zur weit verbreiteten Handelsware und war sofort in allen Gesellschaftsschichten beliebt. Auf diese Weise kam letztendlich auch die Teestunde nach England. Mittlerweile werden jedes Jahr etwa 3,5 Millionen Tonnen Tee produziert und hat entsprechend auch nach Jahrhunderten noch nicht an Beliebtheit verloren. Die Auswahl an Teesorten ist heutzutage riesig. Egal, ob Chai, Roiboos oder Früchtetee: das beliebte Heißgetränk gibt es in nahezu jeder Geschmacksrichtung und mit den unterschiedlichsten Komponenten. Welche dieser vielen Teesorten sich dabei auch für Babys eignen, haben wir hier für euch zusammengestellt.

Ab welchem Alter dürfen Babys Tee trinken?

Babytee | © panthermedia.net /oksun70
Babytee | © panthermedia.net /oksun70

Grundsätzlich gilt, dass man Babys nicht zu früh Tee zum trinken geben sollte. Zwar ist es schon ab dem 2. Lebensmonat möglich, den Nachwuchs Tee trinken zu lassen, doch häufig ist das noch gar nicht unbedingt nötig. Solange das Kind voll gestillt wird, ist die Flüssigkeit, die das Babys über die Muttermilch erhält, völlig ausreichend und nahrhaft genug. Gibt man dem Baby dennoch hin und wieder eine Teeflasche, kann es dazu kommen, dass das Baby verwirrt ist und nicht mehr richtig die Muttermilch trinken kann, da es das richtige Saugen „verlernt“. Ab dem Zeitpunkt, wenn das Baby auch in die Beikost eingeführt wird und nicht mehr ausschließlich Muttermilch zu sich nimmt, hat es sich als sinnvoll erwiesen, dem Babys zusätzliche Flüssigkeit anzubieten.

Mithilfe dieser Getränke kann die erste feste Nahrung besser verdaut werden. Zunächst bietet sich reines Wasser als Getränk an, da es am natürlichsten und somit am gesündesten für das Baby ist. Zur Abwechslung kann nach einer gewissen Zeit auch Tee hinzu genommen werden, solange es in Maßen bleibt. Auch für Kleinkinder sollte das Hauptgetränk immer noch Wasser bleiben. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Wenn der Nachwuchs krank ist, ist es sogar ratsam, dem Baby Tee in größeren Mengen als gewöhnt zu geben, da das Baby zusätzliche Flüssigkeit benötigt und das warme Getränk dabei helfen kann, wieder gesund zu werden. Wichtig zu beachten ist, dass nicht jede Teesorte tatsächlich für Babys geeignet sind. Gerade bei sehr kleinen Kindern sind nur bestimmte Sorten ratsam, andere können für den Nachwuchs sogar schädlich sein.

Teesorten für Babys

Welche Teesorten sind für Babys geeignet?

Zunächst einmal ist es wichtig, dass man beim Kauf von Tees für das Baby immer darauf achtet, dass das Produkt Bio-Qualität hat. Es sollte dementsprechend also ohne die Verwendung von chemischen Pestiziden hergestellt worden sein und ebenso keine zusätzlichen Aromen enthalten. Auf diese Weise erhält man ein möglichst natürliches Produkt, dass dem Babymagen nicht schadet und daher ohne Bedenken verwendet werden kann. Viele Hersteller bieten mittlerweile spezielle Babytees an, die speziell für Babys geeignet sein sollen. Doch auch hierbei ist Vorsicht geboten, denn beim Kauf von Babytees solltet ihr darauf achten, dass kein Zucker oder Eiweißextrakte im Tee enthalten ist. Beides schadet nur dem Bäuchlein und den Zähnen des Babys (sofern schon welche vorhanden sind) und ist daher absolut ungeeignet.

Fencheltee

Der Favorit unter den Teesorten ist für viele Babys und Kleinkinder Fencheltee als erster Tee. Diese Teesorte hat eine beruhigende Wirkung, wirkt schleimlösend bei Erkältungen und hilft gegen Blähungen, die gerade Babys häufig plagen. Außerdem ist Fencheltee leicht süßlich, weshalb er den Kleinen besonders gut schmeckt.

Kamillentee

Auch Kamillentee ist gut als Getränk für Babys und Kleinkinder geeignet. Die Kamille beruhigt den Magen und den Darm des Kindes und wirkt obendrein noch entzündungshemmend, weshalb er sich besonders bei Bauchschmerzen oder ähnlichen Magenbeschwerden eignet. Auch Mamas und Papas können davon profitieren.

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Roiboos-Tee

Diese aus Afrika stammende Teesorte ist aus dem dort wachsenden Rotbuschs gefertigt und enthält viele Mineralstoffe, dafür aber kein Koffein, was gerade für Babys sehr wichtig ist. Kinder mögen ihn oft besonders gerne, da er süßlich schmeckt. Neben der Mineralzufuhr ist der Tee auch für die Lösung von Krämpfen geeignet, unabhängig davon, ob es sich um Magenbeschwerden oder andere Probleme handelt. Allerdings sollte auf zusätzliche Aromen, wie beispielsweise Vanille bei der Auswahl der Teesorte verzichtet werden, da diese eher ungesund für das Baby und seine Verdauung sein können.

Kümmeltee

Kümmeltee wirkt beruhigend auf den Magen und hilft bei Verdauungsstörungen. Meistens ist Kümmel im Tee eher als Teemischung zu finden, beispielsweise in Kombination mit Fenchel oder Anis. Dies schwächt die Wirkung des Gewürzes aber keinesfalls, sondern unterstützt sie noch zusätzlich und macht den Tee für das Baby appetitlicher.

Welche Teesorten sind nicht für Babys geeignet?

Pfefferminztee | © panthermedia.net /Jenny Sturm
Pfefferminztee | © panthermedia.net /Jenny Sturm

Pfefferminztee

Obwohl er in vielen Haushalten als altbewährtes Hausmittel bekannt ist, eignet sich Pfefferminztee überhaupt nicht als Getränk für Babys und Kleinkinder unter drei Jahren. In Pfefferminztee ist nämlich Menthol enthalten, welches bei Erwachsenen und älteren Kindern zwar für angenehme frische sorgt, aber für Babys sogar gefährlich werden kann, da Menthol bei Babys einen Atemstillstand verursachen kann.

Schwarztee und Grüner Tee

Auch diese beiden Teesorten sind für Babys nicht geeignet, da beide Gerbstoffe enthalten und zudem noch anregend wirken. Für Erwachsene kann das in Maßen zwar ein gutes Mittel sein, um etwas wacher zu werden, aber für Babys ist die anregende Wirkung ungesund.

Fazit zu Teesorten für Babys

Obwohl Tee vielen Babys gut schmeckt und im Vergleich zu anderen Getränken auch in den meisten Fällen sehr gesund ist, eignen sich nur bestimmte Teesorten für Babys und Kleinkinder, während andere eher ungesund sind. Außerdem sollten keine künstlichen Aromen im Tee enthalten sein. Im Zweifelsfall gibt es viele Babytees, die in der Regel gut geeignet sind und als gesunder Durstlöscher dienen können. Nichtsdestotrotz solltet ihr als Eltern stets dafür sorgen, dass euer Kind hauptsächlich Wasser trinkt und Tee eher zur Abwechslung oder in Krankheitsfällen angeboten wird.


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