Lass das mal den Papa machen – Wie Männer ihre Frauen bei der Geburt unterstützen können

Geburt Vater | © panthermedia.net /halfpoint
Geburt Vater | © panthermedia.net /halfpoint

Ist man erst einmal schwanger, beginnt eine Achterbahn der Gefühle. Nicht nur, da der weibliche Körper mit zahlreichen ungewohnten Hormone überflutet wird, sondern auch, da mit einer Schwangerschaft und dem Mama -werden eine große Verantwortung und Herausforderung bevorsteht. Gemeinsam können Ängste, Sorgen und Freude besser geteilt werden. So findet man sich als Paar deutlich intensiver zusammen, was die Vorfreude auf das gemeinsame Kind deutlich steigern wird. Zudem können Wünsche und Hoffnungen geteilt werden, die mit der Geburt des gemeinsamen Kindes einhergehen.

Weil Papasein schon mit der Schwangerschaft beginnt

[dropcap]N[/dropcap]och vor circa 25 Jahren war es Gang und Gäbe, dass der werdende Papa nicht mit in den Kreissaal kam, um der Frau auch hier seine Unterstützung zu gewährleisten. Doch heute hat sich diese geändert. Nur so kann der Vater die Schwangerschaft und das zur Welt kommen des Neugeborenen, von Anfang bis Ende miterleben. Bei der Geburt des eigenen Kindes dabei zu sein, ist ein wirklich bewegender Schritt, der das eigene Leben wirklich verändern kann. Dieser Moment kann zum absoluten Höhepunkt der Partnerschaft werden.

 

Zudem kann der werdende Papa, in seiner gern vertretenen Rolle als Beschützer und Helfer, aufblühen. Im Kreissaal liegen die Nerven der meisten Frauen, die Mama werden, blank. Sie brauchen eine gewohnte Person um sich, die ihnen Vertrauen, Sicherheit und Unterstützung in schmerzhaften Stunden gibt. Ist der Partner bei der Geburt an der Seite, kann sich das emotionale Band optimal stärken. Doch wie kann man der Partnerin am besten Helfen? Welche Gedanken und Sorgen begleiten meine Frauen in diesen Stunden? Und wie kann Mann mit dieser ungewohnten Situation zurecht kommen?

So wird jeder Mann zur einzigartigen Unterstützung

Wichtig ist es, dass der Mann vor der Geburt viel mit seiner Partnerin über seine Ängste und Sorgen spricht. So können beide Partner gemeinsam darüber sprechen, wie er ihr während der Geburt helfen kann und welche Erwartungen an ihn gestellt werden. Meist können bereits diese Gespräche die Ängste mindern und eine Vorfreude auf dieses gemeinsame, einprägsame Erlebnis schaffen.

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Der Geburtsvorbereitungskurs

Um sich ein Bild von der Geburt zu machen, mit welchen Erwartungen der Mann in den Kreißsaal gehen sollte und wie er der Frau aktiv helfen kann, kann gemeinsam ein Vorbereitungskurs besucht werden. Hier biete sich die perfekte Plattform, um im Vorfeld, auch mit anderen werdenden Vätern zu sprechen. Zudem werden wundervolle Informationen geteilt, die meist von Frauen stammen, die bereits eine oder mehrere Geburten hinter sich haben.

Atemtechniken, Geburtspositionen und Schmerzlinderung

Sehr schön sind die Atemtechniken, die Mann und Frau gemeinsam erlernen können. Verfällt die Frau währen der Geburt in Panik, kann der Mann bewusst eingreifen und ihr durch die erlernten Atemtechniken zu mehr Entspannung verhelfen. Zudem werden gezielte Massagetechniken erlernt. Diese tragen ebenso zu einer entspannteren Atmosphäre bei.

Ebenso werden mögliche Positionen näher gebracht. Diese sollte der Mann kennen, um zu verstehen, wie er der Frau eine Erleichterung von den Wehenschmerzen verschaffen kann. Im Geburtsvorbereitungskurswerden meist Positionen erlernt, die beide Partner gemeinsam während der Geburt einnehmen können. Der Mann kann die Frau somit nicht nur psychisch, sondern auch physisch unterstützen.

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Wir haben es gemeistert!

Neugeborenes | © panthermedia.net /FamVeldman
Neugeborenes | © panthermedia.net /FamVeldman

Durch eine dauerhafte, umfassende Unterstützung wird die Beziehung von Mama und Papa zueinander sehr viel inniger und das gemeinsame Glück kann unter einer vollkommen neuen Perspektive erwachen. Durch eine umfassende Informationsbeschaffung, anregende Gespräche mit anderen werdenden Vätern sowie mit Ärzten, Krankenschwestern und Hebammen, kann sich der Mann ein deutliches Bild davon machen, was von ihm im Kreißsaal erwartet wird. Nachdem das Kind auf der Welt ist, soll ein klares „WIR“ stehen. Nicht nur die Vorbereitungen und die gemeinsame Freude auf das Kind, sollen geteilt sein, sondern auch die schweren Stunden, Ängste und Nöte, die eine Frau vor der Geburt erleben muss.

Lass das mal den Papa machen – Wie Männer ihre Frauen bei der Geburt unterstützen können
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